HTC One M9


Das HTC One M9

 

Das HTC One M9 scheint fraglos das schönste Android-Smartphone weit und breit zu sein, wobei im Test auch zum Vorschein kommt, dass das elegante Metallgehäuse nicht nur Vorteile bringt.

Das Smartphone erweist sich bei einem genauen Blick als eine Rückkehr zu den Wurzeln der One-Serie. Während die Größe und das Gewicht an das One M8 erinnert, ist das Gehäuse nicht mehr ergonomisch gerundet und orientiert sich aufgrund der ausgeprägten Kanten an den Vor-Vorgänger One M7. Zudem wurde der Rahmen in zwei geteilt, sodass das One M9 grifffester ist.

Die Designer des One M9 haben bei der Anordnung der Bedienelemente klare Akzente gesetzt:

Der Power-Knopf wanderte von der Kopfseite an den rechten Rand, direkt unter die Lautstärketasten. Diese ragen fühlbar als einzelne Druckknöpfe heraus und sind nicht mehr länger als Wippe konzipiert. Es erweist sich als überflüssig, angesichts der Detailverliebtheit von HTC, die hervorragende Verarbeitung des Smartphones näher zu beschreiben. Allerdings hat es HTC nicht geschafft, das Gehäuse wasserdicht zu bauen, es ist nur spritzwasserfest nach IPX3.

HTC legt wie kaum ein anderer Smartphone-Hersteller äußersten Wert auf das Design. Aus diesem Grund ist das One M9 in drei Varianten erhältlich: mit silberner Rückseite und goldenem Rahmen, in dunklem Metallic-Grau und komplett in Goldoptik.

In den Werbespots und den Verkaufsregalen spielt allerdings, auf Wunsch des Herstellers die Silber-Gold-Variante, die Hauptrolle. Während viele jedoch von der einfarbigen Metallic-Grau-Variante überzeugt sind.

 

Display:

Das Display bleibt unverändert bei 5 Zoll, dies ist für HTC-Produktmanager Fabian Nappenbach die ideale Größe eines Smartphone. Ebenso die Beschränkung der Auflösung auf 1920 x 1080 Pixel ist ebenfalls nachvollziehbar, schließlich bringt QHD (2560 x 1440 Pixel) kaum Vorteile für das Auge, das die Differenz zwischen einer Pixeldichte von 400 und 500 ppi gar nicht wahrnehmen kann. Des Weiteren ist die Darstellung des Htc One M9 exzellent, bei Kontrasten, Farben und Leuchtkraft gibt es keiner Unterschiede zum Vorgänger.

Die  Leistung des Prozessors hingegen wurde deutlich erweitert, da Qualcomms neuer 64-Bit-Prozessor Snapdragon 810 bei Smartphones und Tablets momentan das Nonplusultra ist. Die 8 Kerne sind nach dem Big-Little-Prinzip von ARM in zwei Clustern angeordnet, die auf unterschiedlichen Leistungsniveaus arbeiten, was eine hohe Energieeffizienz im Alltagsgebrauch, gleichzeitig aber auch hohe Leistungsspitzen möglich macht. Außerdem stehen dem System 3 GB Ram zur Verfügung.

Das One M9 verarbeitet Eingaben sehr flüssig und Ruckler oder Verzögerungen sind nicht zu beobachten. Auch die auffällig starke Wärmeentwicklung, von der oft berichtet wurde, konnte in unserem Test nicht bestätigt werden,

 

Das Smartphone ist mit einer 20-Megapixel-Kamera ausgestattet. Diese besitzt eine sehr große Öffnung, die etwa einen halben Millimeter aus dem Gehäuse herausragt. Die Abdeckung besteht jedoch aus Saphirglas und schützt die Linse perfekt vor Kratzern.  Dass HTC einen normalen Sensor (Größe: 1/2,3 Zoll) für die Hauptkamera verwendet statt der Ultrapixel-Technologie, hat der Bildqualität gutgetan: Kontraste, Schärfe und Detailtiefe haben deutlich zugelegt, Farben erscheinen nun natürlicher.

Der Autofokus reagiert sehr schnell und die Auslöseverzögerung ist extrem kurz. Bei guten Lichtverhältnissen liegt die Bildqualität auf einem Niveau mit dem iPhone 6 Plus. Sobald es dunkler wird, steigt jedoch der Rauschanteil und Details gehen verloren- das Fehlen eines optischen Bildstabilisators macht sich hier deutlich bemerkbar.

Erweitert wurde die Kamera auch in Sachen Video, die jetzt auch in 4K-Auflösung (3264 x 2448 Pixel) aufgenommen werden können. Erwähnenswert ist außerdem die Fronkamera, welche sehr lichtstark ist und zu den Besten ihrer Klasse gehört. Unterstützt werden beide Kameras von einem reichhaltigen Software-Paket, das von der Selfie-Optimierung bis hin zur nachträglichen Anpassung des Schärfebereiches viele Optionen bietet.

Nichts Neues ist die Tatsache, dass ein Metallgehäuse die Funkeigenschaften negativ beeinflusst. Entsprechend schafft das One M9 im Labor keine Bestwerte:

Der GSM-Empfang schwächelt deutlich, und im für das Telefonieren wichtigeren UMTS-Netz reicht es nur knapp für die Note „gut“ – der Vorgänger schnitt hier besser ab. Den LTE-Empfang haben die Taiwaner dagegen optimiert: Das M9 erreicht fast die volle Punktzahl. Überraschend ist der Befund, dass sich die Ausdauer von 7:13 auf 6:51 Stunden verschlechtert, obwohl HTC die Akkukapazität von 2600 auf 2840 mAh erhöhte und gleichzeitig den Prozessor modernisierte. Somit liegt die Ausdaur des Smartphones nur im Mittelfeld.

 

Fazit

Durch die Entwicklung der starken Kamera konnte HTC den größten Schwachpunkt des Vorgängers beseitigen. Nach wie vor punktet das Smartphone vollem im Thema Design und intelligenter Software. Ein schwieriges Terrain, denn die angepeilte Zielgruppe wird überwiegend von Apple und dem iPhone bedient, sowie von Samsung und der Galxy-Serie bedient. Doch wer sich vom Mainstream abheben will und ein ebenso gutes wie edles Smartphone sucht, dem bietet HTC mit dem One M9 eine technisch gute, haptisch hervorragende Option.

 

Aus unseren vorherigen Beiträgen Sony Xperia Z-Reihe unter den Suchbegriffen Xperia Z1, Xperia Z1 Akkukapazität ve Xperia Z1 Display können Sie Informationen entnehmen.

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